Dipl.-Bildhauerin Evelyn Hartnick-Geismeier
Bronzeplastik - Löwe Liebevoll angefertigte » Bronzeplastiken

Profil von Evelyn Hartnick

EVELYN HARTNICK
ist mein Geburts-und Künstlername
Evelyn Hartnick-Geismeier
ist seit 1990 mein Familienname
Evelyn Nitzsche-Hartnick
war bis 1983 mein Familienname

Geboren bin ich in Finsterwalde / Niederlausitz, heute als „Sängerstadt" bekannt, als Tochter des Malers und Grafikers Bruno Hartnick, der bei Kriegsende in Berlin den Tod fand. Schon seit früher Kindheit vielseitig kreativ, löste der Verlust des geliebten Vaters den dringenden Wunsch in mir aus, Malerin zu werden.

Deshalb begann ich schon mit 16 Jahren an der Kunstgewerbeschule Leipzig, einer Fachschule, zu studieren. Unter der Obhut des damals aus Paris gekommenen legendären Malers und Illustrators Prof. Max Schwimmer prägten sich meine Begabungen schnell aus: Weniger in der Malerei sondern vielmehr im figürlichen Gestalten lag meine Stärke.

Nach nur drei Semestern Kunstgewerbeschule schaffte ich den Sprung an die Akademie für Grafik und Buchkunst Leipzig. Hier wurden die Kollwitz-Schülerin Prof. Elisabeth Voigt und der namhafte Bildhauer Prof. Walter Arnold (im Zeichnen) meine wichtigsten Lehrer.

Nunmehr war die Buchillustration mein Ziel - bis ich an einer fakultativen Übung „Modellieren" bei Prof. Arnold teilnahm. Bei diesen ersten dreidimensionalen Versuchen fand ich meinen endgültigen Weg, die Bildhauerei. Nach vier Semestern an der Leipziger Akademie unterstützten Prof. Schwimmer und Prof. Arnold meinen Hochschulwechsel (ein solcher war in der DDR fast unmöglich) zu dem streng auf klassischer Basis lehrenden Bildhauer Prof. Heinrich Drake an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Obwohl Prof. Drake Frauen in der Bildhauerei wenig schätzte, errang ich in einem fünfjährigen intensiven Studium, das ich mit einem Diplom abschloss, seine Hochachtung und Wertschätzung, worauf ich stolz bin.

Seither arbeite ich als freischaffende Bildhauerin und Medailleurin in Berlin. Auch meine beiden Söhne: Frank-Ernest Nitzsche und Jan-Pieter Nitzsche sind in künstlerischen Bereichen etabliert.

Die glücklichste Zeit meines Lebens waren die 25 gemeinsamen Jahre mit meinem zweiten Ehemann, dem namhaften Kunsthistoriker Dr.sc phil. Willi Geismeier, bis zu seinem Tode 2007.

Ich bin ebenfalls im allg. Künstlerlexikon K. G. Saur Berlin-New York zu finden. Besuchen Sie mich auch auf Wikipedia.


Arbeitsphilosophie

Zu den Besonderheiten meiner Arbeiten
Inmitten der „Modernen Kunst“ bekenne ich mich nach wie vor zu realistischer Gestaltung auf Basis der antiken Klassik, der Renaissance und des Klassizismus. Auch damit kann man den Zeitgeist zum Ausdruck bringen, so meine ich, und praktiziere das ganz eindeutig bei meinen Relief- und Medaillengestaltungen.

Mein Hang zum Literarischen als auch zum Dokumentarischen hat mich wahrscheinlich zur Wahl der Kunstformen des Reliefs und der Medaille geführt. In mehreren großformatigen Reliefs mit einer Vielzahl von Figuren habe ich nicht nur ganze Bildgeschichten erzählt, sondern darüber hinaus Zeitgeschichtliches authentisch dokumentiert.

Einzelne liegende, stehende, sitzende Körper darzustellen hat mich stets weniger interessiert als Figurengruppen zu komponieren, die in Haltung, Gestik und Mimik miteinander korrespondieren.

Ein besonderes Anliegen ist mir seit jeher das Porträt. Es fordert psychologisches Einfühlungsvermögen.

Das Sängerlieddenkmal in meiner Heimatstadt Finsterwalde betrachte ich als mein Hauptwerk. Ich habe drei Jahre lang daran gearbeitet (1999-2001). In meiner Kindheit erzählte mir meine Großmutter statt Märchen immer wieder wahre Sängergeschichten aus dem 19.Jahrhundert. Mein Urgroßvater Herrmann Gerhardt, geboren 1844, ging als „Der letzte Sänger von Finsterwalde“ in die Heimatgeschichte ein. Als ich ein kleines Kind war, lebte er noch. Ich hatte Angst vor dem uralten Mann und er soll mir gedroht haben: „Du wirst noch mal an mich denken!“ Tatsächlich kämpfte ich Jahrzehnte lang darum, den historischen Sängern von Finsterwade ein Denkmal setzen zu können.

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